Geschichte

Erzähle mir die Vergangenheit und ich werde die Zukunft erkennen.
(Konfuzius, altchinesischer Philosoph)

Auszug aus dem Bildungsplan¹:
Der Geschichtsunterricht ermöglicht Schülerinnen und Schülern, sich mit den politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen zu beschäftigen, in deren Rahmen die Menschen in der Vergangenheit ihr Leben gestalteten. In ihm eröffnet sich die Chance für Heranwachsende, sich darüber klar zu werden, dass der Mensch und die ihn umgebende Welt nur aus der Geschichte heraus zu erklären und zu begreifen sind. Dabei wird der Zusammenhang zwischen den zeitlichen Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft deutlich. […]
Der Geschichtsunterricht im Sinne historischer Bildung schafft die Voraussetzung für historisches Fachwissen. Dies benötigen junge Menschen, um als mitdenkende und aktiv handelnde Staatsbürgerinnen und Staatsbürger unsere komplexe Welt verstehen, beurteilen, kritisch betrachten, verantwortungsvoll mitgestalten, modifizieren und sinnvoll zukunftsorientiert planen zu können. Sachbestimmtes, historisches Grundwissen ist unerlässlich für die politische Bildung. […]
¹ http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Rs/Rs_G_bs.pdf

 

Schüler der Realschule Triberg besuchen das KZ Struthof (23.10.2014)

Am Donnerstag, den 23.10.2014, besuchten 60 Zehntklässer der Realschule Triberg zusammen mit Ihren Lehrern Frau Kreutzer, Frau Kury und Herr Linke das KZ Struthof in Natzweiler im Elsass.

Zuerst besichtigten die Schüler das Museumsgebäude. Im diesem Ausstellungsbereich werden die wichtigsten Arbeits- und Vernichtungslager der NS-Zeit vorgestellt. Die Besucher können sich über Aufbau und Eckzahlen dieser Lager informieren, so auch über Auschwitz und Treblinka.

Dann führte sie der Weg in den so genannte „Kartoffelkeller“, dessen Sinn bis heute noch unklar ist. Häftlinge mussten diesen in den harten Granitstein einarbeiten, ohne dass diese Arbeit an einen Zweck gebunden war. Im unteren Bereich können Besucher auch einen chronologischen Querschnitt der faschistischen Zeit in Europa erfahren, der auch anhand von Fotos, z.B. von Mussolini, Hitler und Stalin veranschaulicht wird.

Nun begann der Rundgang auf dem ehemaligen Lagerareal, das 1941 in Betrieb genommen wurde. Bereits das Eingangsportal ließ einige Schülerinnen und Schüler erschaudern, als sie die Wachtürme sahen. Geplant war das Lager für 1500 Häftlinge, und obwohl das Überleben nicht lange währte, kam es zu einer absoluten Überfüllung des Lagers, sodass im März 1944 5000 Häftlinge die wenigen Baracken als Unterkünfte teilen mussten. Hitlers Architekt Albert Speer nutzte die Häftlinge als kostenlose Arbeitskräfte, die für seine Baupläne bezüglich des Ausbaus Berlins zur Welthauptstadt „Germania“ den roten Granit aus einem nahegelegten Steinbruch abbauen mussten.

Einen großen Teil der Häftlinge machten die französischen Widerstandskämpfer aus. Neben vielen anderen wurden auch Juden aus dem Reichsgebiet hier untergebracht. Auch Deportationen aus Auschwitz sind belegt. An ihnen testete der NS-Arzt August Hirt u.a. ein damals neu entwickeltes Kampfgas auf seine Effektivität.

Belege über die Anzahl der Toten sind nicht mehr vorhanden, da die SS alle Unterlagen vernichtete, als das Lager im November 1944 von alliierten Truppen befreit wurde. Doch heute geht man davon aus, dass mindestens 3000 Menschen ihr Leben an diesem Ort verloren.

Nach dem Besuch des KZ ging es wieder nach Hause.

Dieser informative, aber auch aufwühlende Tag wird lange im Gedächtnis der Schülerinnen und Schüler bleiben.